Unsere Leidenschaft für Stahl

Warum machen wir ein Rennrad aus Stahl?

Es steckt in unserer DNA

Wir sind thyssenkrupp. Man kennt uns schon lange als einen der weltweit führenden Produzenten und Anbieter von Qualitätsflachstahl. Wie kommen wir also jetzt dazu, ein Fahrrad zu bauen? Ganz einfach: Wir sind fest davon überzeugt, dass Stahl das perfekte Material für ein Rennrad ist. Außerdem brechen wir wahnsinnig gern mit alten Konventionen, um mit Hilfe hochtechnisierter Konstruktionsverfahren das Maximum aus Stahl herauszuholen.  

Klingt das jetzt ein wenig nach Angeberei? Vielleicht. Aber wir haben nun mal ziemlich viel Erfahrung, was die Fertigung hochwertiger Stähle für die Automotive-Branche angeht. Zugegeben, Autos und Fahrräder scheinen auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam zu haben. In diesem Fall können wir jedoch unser großes Know-how, das wir als Zulieferer der Automobilindustrie gewonnen haben, auf die Entwicklung, Konstruktion und Produktion von steelworks anwenden. Vom Karosseriebau bis hin zu Antriebs-, Fahrwerk- und Lenkungskomponenten entwickeln wir Lösungen, die Gewicht, Kosten und Ressourceneinsatz reduzieren. Gleichzeitig wird bei diesen Lösungen die Performance der Bauteile gesteigert. All das findet sich auch, natürlich optimiert, in unserem steelworks Bike.

Dazu haben wir die "angeborenen" Eigenschaften von Stahl, wie etwa ein Elastizitätsmodul-Niveau von 210 GPa und ein Streckgrenzen-Niveau von 330 MPa, sowie die magnetischen Besonderheiten des Materials genutzt, um einen wirklich idealen Fahrradrahmen zu bauen. Viele andere Bike-Rahmen sind aus Aluminium oder Carbon, haben aber gewisse Nachteile: Aluminium weist eine relativ niedrige Streckgrenze auf und die kritischen Bereiche sind von Hand geschweißt, während Carbon-Rahmen zuweilen anfällig sind für Materialfehler, die mit bloßem Auge nicht immer erkennbar sind. 

Beim Bau von steelworks werden dagegen zwei Halbschalen automatisch per Laser zusammengeschweißt, wobei die Schweißstellen nicht in der Nähe von Belastungszonen liegen. Stahl bietet außerdem einige Vorteile im Hinblick auf Designfreiheit. Dank ihrer guten Formbarkeit können wir dünne Stahlbleche in einen ästhetischen Fahrradrahmen mit komplexen und fließenden Formen verwandeln.

Da die Form aber nun mal der Funktion folgt, ist der Tretlagerbereich extrem fest ausgeführt, was eine bessere biomechanische Kraftübertragung ermöglicht. Auf der anderen Seite sorgt die hohe Elastizität im Sattelrohr für mehr Fahrkomfort. Jedes dieser Details ist gut durchdacht und umsichtig konstruiert. Aus Stahl.

Seit mehr als 200 Jahren ist thyssenkrupp ein Synonym für dieses faszinierende Material. 27.000 Mitarbeiter arbeiten unermüdlich, um Jahr für Jahr an die 12 Millionen Tonnen hochwertigen Qualitätsflachstahl zu produzieren. Und nichts kann uns daran hindern, Stahl immer wieder neu zu denken und innovative Lösungen für immer neue Anwendungen zu kreieren.

Nicht nur steelworks ist aus Stahl. Wir sind es auch.

Wie wird es gemacht?

Die Kunst der richtigen Stahlverarbeitung

Wir nutzen unsere patentierte inbike®-Technologie, das Resultat aus sehr viel Erfahrung bei der Entwicklung und Konstruktion leistungsstarker Automotive-Anwendungen. Dieser revolutionäre technische Prozess umfasst die Suche nach der idealen Kombination von drei fundamentalen Technologien: hochfestem Stahl, Halbschalentechnologie und automatischem Laserschweißen.

Der erste Faktor, das Material selbst, ist einer der besten und widerstandsfähigsten Stähle, die wir zu bieten haben. DP-K®-Dualphasen-Stahl eignet sich ideal für Kaltumformungen mit hohem Streckziehanteil, um komplexe Strukturelemente herzustellen. Diese Stahlsorte ist darüber hinaus auch ideal für den Einsatz bei physisch stark belasteten Komponenten einer Konstruktion.

Mit Hilfe der Halbschalentechnologie sind wir in der Lage, ein Blech aus hochfestem Stahl mit einer Stärke von nur 0,7 mm in eine komplexe Form zu pressen, die dann eine Zugfestigkeit von 590 MPa und eine Streckgrenze von 330 MPa bietet. Das Produkt ist somit nahezu unverwüstlich und gleichzeitig angenehm elastisch.

Die beiden Halbschalen werden dann mit einer Spezialspannvorrichtung zusammengefügt, die in der Lage ist, über eine Kontaktlänge von 6 Metern selbst kleinste Spalten zu beseitigen - eine Vorbedingung für das Laserschweißen. Der Rahmen wird dann von einem hochpräzisen Roboter vollautomatisch per Laser geschweißt. Der Laser folgt dabei einer hochkomplexen Bewegungsbahn im dreidimensionalen Raum, bei gleichzeitiger Bewegung von Roboterarm und Rahmen. Einfaches Schweißen in gerader Linie oder in einer 2D-Ebene ist bei der komplexen Form unseres Rahmens nicht möglich.

Das ist der messbare Teil, der sich in deinem Bike wiederfindet. Was sich jedoch nicht in Zahlen oder Formeln ausdrücken lässt, ist der unbeschreibliche Spaß, wenn du dein steelworks Bike auf der Straße genießt.